Die Entstehungsgeschichte der LIOBA CARA

Der Bau begann im April/Mai 2016. Die Schiffsunterteile wurden von einer Bootswerft aus Mecklenburg-Vorpommern hergestellt und zu uns nach Paderborn gebracht. Ein Autokran hob die Schiffsunterteile in unseren Vorgarten.

Als erstes musste das Ständerwerk aufgebaut werden. Die Teilnehmer aus dem Metallbereich haben dazu das Ständerwerk aus Vierkant-Aluminium-Rohr hergestellt. Nach der Montage wurde das Hausboot von den Teilnehmern aus dem Holzbereich überdacht.  Im Inneren wurden die verschiedenen Räume mit Siebdruckplatten abgetrennt und verkleidet.  Zwei von einander unabhängige Steuerstände wurden eingebaut, von denen aus die  Navigation per GPS, der Antrieb des Innenboarderdiesels  und die Querstrahlruder gesteuert werden.

Danach begann der Außenausbau. Teilnehmer aus dem Holz- und Metall-Haustechnikbereich arbeiteten Hand in Hand. Die Fenster wurden eingebaut, die Terrasse am Bug wurde für den Endbelag vorbereitet und das Geländer für die Dachterrasse angebracht. 

Nachdem das Hausboot von außen komplett mit Holz verkleidet war und auch der Kunstrasen auf den Terrassen verlegt wurde, ging es weiter mit dem Innenausbau.

Die Wände der einzelnen Räume, wie z.B. Schlafkojen, Toilette und Dusche und vom Aufenthaltsraum von unseren Teilnehmern aus dem Holzbereich verkleidet. Der Innenanstrich wurde von Teilnehmern aus dem Malerbereich übernommen.

Nächster Schritt: Einbau von Küche und Inneneinrichtung

Es wurde ein kleine Küchenzeile mit  einer Kochmöglichkeit installiert. Die gängigen Haushaltsgeräte (Kaffeemaschine, Wasserkocher) sowie ein Kühlschrank  wurden darin ebenfalls untergebracht.  Die Teilnehmer aus der Hauswirtschaft bestückten anschließend die Schränke mit dem notwendigen Geschirr.

Im Aufenthaltsraum wurden vier Bänke und zwei Tische eingebaut. An die Wand kam ein Flachbildfernseher, zur abendlichen Unterhaltung. Weitere Verstaumöglichkeiten gab es zusätzlich in den Bänken. In den Schlafkojen wurden die Betten aufgestellt. Weitere Schlafplätze sind möglich, indem die Bänke im Aufenthaltsraum zusammengeschoben werden. Weiterhin gibt es eine Dusche und zwei Toiletten mit Waschgelegenheiten. Eine Fotovoltaikanlage unterstützt die Stromversorgung für Heizung, Warmwasser und Elektrogeräte.

Auf der Dachterrasse laden gemütliche Liegen und Bänke zum Verweilen ein.  

Während der Bauarbeiten wurden wir auch von den kreisweiten Tageszeitungen „Westfälisches Volksblatt“ und „Neue Westfälische“ besucht, die über unser nicht alltägliches Projekt berichteten. Von der DGS Stiftung Salzkotten erhielten wir außerdem eine weitere finanzielle Unterstützung für unser Haus- und Wanderboot.  

Am 13.05.17,  am Tag der offenen Tür unter dem Motto "Alle in einem Boot", wurde unser Wander- und Hausboot durch den Diözesan-Caritasdirektor Josef Lüttig auf den Namen "Lioba Cara" getauft.  Bevor Herr Lüttig die Sektflasche am Rumpf zerschlug, erteilte Diakon Alfons Neumann der "Lioba Cara" den kirchlichen Segen.

Der Name des Hausbootes wurde im Rahmen eines Namenswettbewerbs gewählt. Eine Teilnehmerin aus der Berufsvorbereitenden Maßnahme hatte den Wettbewerb gewonnen. 

Ziel: Doktorsee bei Rinteln

Nun war das Haus- und Wanderboot abholbereit. Am 06.06.2017 wurde das fertiggestellte Haus- und Wanderboot mit Hilfe eines Schwerlastkrans auf den Untersatz des Schwerlasttransportes gehoben. Auf Grund einiger Transportschwierigkeiten kam unsere LIOBA CARA schließlich am  28.06.2017 am Liegeplatz im Motor-Yacht-Club Rinteln an und fährt unter dem amtl. Kennzeichen MI-L-17

Ein Teilnehmer verfasste zur Wassertaufe und Einweihungsfahrt seinen ganz persönlichen Eindruck. Diesen können Sie hier nachlesen.